Teurer Fehlstart Nasa-Satellit ins Wasser gefallen

Das "Orbiting Carbon Observatory" sollte eigentlich den weltweiten Kohlendioxidausstoß überwachen. Doch daraus wird nichts: Der Nasa-Satellit hat seine Umlaufbahn nicht erreicht. Er hatte sich aus noch unbekannten Gründen nicht von seiner Trägerrakete gelöst.

Washington - Der Start eines Nasa-Satelliten zur Überwachung des weltweiten Kohlendioxidausstoßes ist gescheitert. Das "Orbiting Carbon Observatory" (OCO) trennte sich nach dem Abschuss von einem kalifornischen Luftwaffenstützpunkt am Dienstag nicht wie vorgesehen von der Trägerrakete, wie die US-Raumfahrtbehörde mitteilte. Er habe seine vorgesehene Umlaufbahn nicht erreicht. Was genau mit dem Satelliten passiert ist und warum er sich nicht von der Trägerrakete getrennt hat, war zunächst unklar.

Es war das erste Mal, dass die Nasa eine Trägerrakete vom Typ "Taurus XL" eingesetzt hatte. Laut den Verantwortlichen des Projektes hob die Rakete zunächst problemlos ab und war schon recht hoch über dem Pazifischen Ozean, als es zu dem Zwischenfall kam: Der Satellit löste sich nicht von der Rakete und fiel gemeinsam mit ihr ins Meer.

Das OCO sollte die geografische Verteilung von Kohlendioxid in der Atmosphäre messen und Veränderungen in der Verteilung des Treibhausgases untersuchen. Die Erkenntnisse sollten den Wissenschaftlern helfen, genauere Vorhersagen über den Klimawandel treffen zu können.

lub/afp
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