Sternschnuppen Aquariden Kometengrüße

Am Wochenende werden viele Sternschnuppen über den Himmel flitzen. Besonders am frühen Morgen sind sie gut zu sehen - wenn das Wetter mitspielt.

Sternschnuppe über dem Walchensee in Bayern: Im Mai kommen die Aquariden-Sternschnuppen
Matthias Balk/ DPA

Sternschnuppe über dem Walchensee in Bayern: Im Mai kommen die Aquariden-Sternschnuppen


Als der Komet Halley zuletzt an der Erde vorbeizog, hinterließ er mehrere Staubspuren. Das war vor mehr als 30 Jahren. Jedes Jahr zu Anfang Mai kreuzt die Erde einer der Spuren. "Wie ein Wischmopp sammelt die Erde die kleinen Reste des Kometen auf", sagt Sven Melchert von der Vereinigung der Sternfreunde im hessischen Heppenheim. Diese tauchen dann mit einer Geschwindigkeit von 60 Kilometern pro Sekunde in die Erdatmosphäre ein - und verglühen als Sternschnuppen.

"Am meisten Sternschnuppen wird man um den 6. Mai herum sehen", sagt Melchert. In dieser Zeit zeigen sich oft Dutzende Sternschnuppen pro Sekunde am Himmel. Die sogenannten Mai-Aquariden lassen sich aber auch in den Tagen davor und danach beobachten.

Schneefall bis in tiefe Lagen

Am besten zu sehen sind die Sternschnuppen in den frühen Morgenstunden mit Blick nach Osten, bevor es wieder hell wird. Da am Samstag Neumond ist, stört der Mond die Sicht auf das Spektakel nicht.

Allerdings könnten in weiten Teilen Deutschlands Regenwolken die Sicht auf den Himmel trüben. In der Nacht zu Samstag rechnet der Deutsche Wetterdienst (DWD) vor allem in der Mitte Deutschlands und im Südwesten mit starker Bewölkung. In der Nacht zu Sonntag prognostizieren die Meteorologen vom Schwarzwald bis zur Lausitz weitere Niederschläge. Selbst Schneefall bis in tiefe Lagen ist demnach möglich. Nächtliche Temperaturen zwischen sechs und minus vier Grad sorgen zudem für ungemütliche Bedingungen.

koe/dpa

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