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Weltraum-Spiegel aus Kunststoff

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aus DER SPIEGEL 41/1985

»Space-Forschungsgruppe Buchenbach-Freiburg«, so nennt sich eine westdeutsche Forschungsgemeinschaft, die gemeinsam mit Wissenschaftlern der Technischen Hochschule Darmstadt an leichtgewichtigen Spiegeln aus kohlenstoffaserverstärkten Kunststoffen werkelt. Ein 1,32 Meter großer Prototyp, den die badisch-hessischen Tüftler bauten, um die optischen Eigenschaften des ungewöhnlichen Spiegelmaterials zu erkunden, wiegt nur zwölf Kilogramm - Gewicht eines vergleichbaren Glasspiegels: über 1000 Kilogramm. Gelingt es, Kunststoff-Spiegel von der optischen Qualität der Glasspiegel zu entwickeln, dürfte das Interesse an den Leichtgewichten groß sein. So konnten Glasspiegel für Observatorien aus Gewichts- und Stabilitätsgründen bislang nicht beliebig groß gebaut werden; für die Raumfahrt wären die immensen Gewichtsersparnisse erst recht interessant. Auch die Bundeswehr wünscht sich Leichtspiegel - etwa für die Laser-Zielvorrichtungen von Leopard-Panzern.

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