»Wildlife Photographer of the Year« Ja, genau da!

Ein Kräuselhauben-Perlhuhn kratzt einen Artgenossen, eine Hyäne schleicht durch den Großstadt-Dschungel und eine Ménage-à-trois in einem Baum. Das sind die besten Tierfotos des Jahres.
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In die Falle getappt: Dieser Schneeleopard stapfte durch die weiße Landschaft von Ladakh im Norden Indiens und löste damit die Fotofalle von Sascha Fonseca aus. Jedes Jahr kürt eine Jury die besten Fotos von Wildtieren. Schneeleoparden sind besonders schwer zu fotografieren, sie sind scheu und ihr Revier groß. So ein Schnappschuss wie dieser erfordert viel Glück.

Foto: Sascha Fonseca / Wildlife Photographer of the Year / Natural History Museum
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Es ist ein trauriger Fund aus einem Kanal im niederländischen Leiden. Ein junger Barsch geriet in den Daumen eines OP-Handschuhs. Offenbar hinderten ihn die Stacheln an seinem Rücken daran, der Falle zu entkommen. Das Loch im Handschuh zeugt noch von dem Versuch des kleinen Fischs, sich zu befreien. Vergebens, das Tier verendete. Mit solchen Fotos will das Projekt »Wildlife Photographer of the Year« auf aktuelle Probleme in der Tierwelt aufmerksam machen.

Foto: Auke-Florian Hiemstra / Wildlife Photographer of the Year / Natural History Museum
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Diese Hyäne lebt in der Großstadt. Ihr Rudel ist als Autobahn-Clan bekannt. Die Tiere leben in Harar in Äthiopien und ernähren sich von allem, was Menschen wegwerfen. Dadurch dezimieren sie Erreger von Infektionskrankheiten, die sich auf verrottenden Fleischabfällen tummeln. Die Menschen tolerieren die Hyänen deshalb in der Regel. Dieses Tier ist das rangniedrigste der Gruppe, die ranghöheren sind im Hintergrund zu sehen.

Foto: Sam Rowley / Wildlife Photographer of the Year / Natural History Museum
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Wie bestellt schaut dieser Schneehase direkt in die Kamera von Deena Sveinsson. Eigentlich wollte Sveinsson schon den Nachhauseweg antreten, weil sie beim Laufen mit Schneeschuhen fror, doch dann bemerkte sie ein Rascheln im Schnee, geduldig wartete sie und wurde belohnt. Der Hase blickte zufällig genau in Sveinssons Linse.

Foto: Deena Sveinsson / Wildlife Photographer of the Year / Natural History Museum
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Dieses Bild zeigt die Bedrohung einer ganzen Spezies: Zu Hunderten fischen Menschen in der Dominikanischen Republik nach Glasaalen – so werden die jungen Aale genannt, die gerade in Japan als Delikatesse gelten und die Art an den Rand der Ausrottung getrieben haben. Aale pflanzen sich nur in der Sargassosee fort. Ihre Wanderung gibt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern noch immer Rätsel auf. In den USA ist der Fang von Aalen mittlerweile streng reguliert. Seitdem ist die Karibik Hauptexporteur, es ist dort ein weitgehend unreguliertes Geschäft.

Foto: Eladio Fernandez / Wildlife Photographer of the Year / Natural History Museum
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Bei dem Fotowettbewerb werden auch Bilder ausgezeichnet, die ungewöhnliche Szenen festhalten. Diese Leopardin hat ein Pavianweibchen erlegt. Das Baby des Pavians klammert sich weiter an seine tote Mutter. Laut Fotograf Igor Altuna übergab die Leopardin die Beute ihrem eigenen Jungtier. Die Raubkatze spielte noch etwa eine Stunde lang mit dem jungen Pavian – ehe sie ihn tötete. Für Katzen ist das ein typisches Verhalten. Sie spielen regelmäßig mit ihrer Beute, ehe sie sie fressen.

Foto: Igor Altuna / Wildlife Photographer of the Year / Natural History Museum
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Mindo-Glasfrösche stören sich nicht an menschlicher Gesellschaft – ein Glück für Fotografen. Denn so konnte Jaime Culebras in aller Ruhe sein Foto-Equipment aufbauen, um die »Rubinaugen« dieses Weibchens festzuhalten. Mindo-Glasfrösche kommen ausschließlich im Nordwesten Ecuadors vor, ihr Lebensraum ist bedroht von Bergbau und Abholzung.

Foto: Jaime Culebras / Wildlife Photographer of the Year / Natural History Museum
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Kuscheln gegen die Kälte: Diese goldenen Stupsnasenäffchen kauern sich eng zusammen, um der Kälte zu trotzen. Die Tiere leben ausschließlich in Zentralchina. Fotograf Minqiang Lu wartete in einem Baum gegenüber auf das perfekte Bild. Über eine halbe Stunde verharrte er bei minus zehn Grad Celsius, bis ihm der perfekte Schnappschuss gelang.

Foto: Minqiang-Lu / Wildlife Photographer of the Year / Natural History Museum
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Ein Eisbärjunges spielt auf einer Blumenwiese der Hudson Bay in Kanada. Fotograf Martin Gregus hielt ausreichend Sicherheitsabstand zu dem Raubtier und dessen Mutter. Die Kamera löste er per Fernbedienung aus. Welcher Moment der Beste sein würde, konnte er nur erahnen. Erst als die Tiere weitergezogen waren, konnte er die Kamera bergen und seinen Schnappschuss bewundern.

Foto: Martin Gregus / Wildlife Photographer of the Year / Natural History Museum
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Normalerweise lassen sich Kräuselhauben-Perlhühner nicht gern von Artgenossen hacken, nicht so dieses Exemplar aus dem Kruger-Nationalpark in Südafrika. Das eine Tier pickte immer wieder gegen Kopf und Ohr des anderen. Das schien diesem zu gefallen, erzählt Fotograf Richard Flack. Es hielt ganz still, ganz so, als hätte das andere Kräuselhauben-Perlhuhn genau die juckende Stelle gekratzt.

Foto: Richard Flack / Wildlife Photographer of the Year / Natural History Museum
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Dachse sind echte Nachtschwärmer. Da ist dieses Exemplar in Finnland keine Ausnahme. Fotograf Sami Vartiainen hatte sich in einer Sommernacht in der Nähe des Dachsbaus auf die Lauer gelegt – er wurde belohnt. Ganze 45 Minuten konnte er den Dachs beobachten, aus nur sieben Meter Entfernung. Bis sich das Tier schließlich in die Nacht davonmachte, um Beute zu suchen.

Wer das beste Foto geschossen hat und letztlich »Wildlife Photographer of the Year« wird, kann jeder über diesen Link mitbestimmen . Der Gewinner oder die Gewinnerin wird im Februar des kommenden Jahres bekannt gegeben.

Foto: Sami Vartiainen / Wildlife Photographer of the Year / Natural History Museum
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