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Wolkenfetzen aus dem Rechner

aus DER SPIEGEL 43/1977

Unter täuschend echt nachgeahmten Turbulenzstößen und Triebwerksgeräuschen sahen Piloten beim Training im Flugsimulator bisher Landschaftsbilder, die durch bewegliche Farbfernsehkameras von einer plastisch gestalteten, maßstabgerechten Modell-Landschaft übertragen wurden. Die Lufthansa in Frankfurt ist als erste Luftverkehrsgesellschaft der Welt zu einer neuartigen, elektronischen Simulatorschulung übergegangen: dem Daynite-System, dessen »Landschaften«, mit Bergen, Seen, Gebäuden und Landebahnen. von Rechnern produziert und gespeichert werden. Das »überflogene« Gebiet kann nunmehr unter beliebig wandelbaren Licht- und Sichtverhältnissen dargestellt werden, bei Tag ebenso wie im Dämmern oder nachts. Der Rechner kann sogar jählings Wolkenfetzen in das Sichtfeld zaubern oder die Piste derart von Bodennebel einhüllen lassen, daß der Simulator-Pilot seinen Landeanflug abbrechen muß.

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