Taschenbuch-Bestseller: Rätsel-Gruß aus der Vergangenheit

Von ihren drei Büchern gefällt der Autorin Kate Morton der jüngste Titel "Die fernen Stunden" am besten. Die Leser finden ebenfalls Gefallen an dem Werk: Die Taschenbuch-Ausgabe steigt auf Platz 8 der Bestsellerliste von SPIEGEL ONLINE ein.

Kate Mortons "Die fernen Stunden": Rätsel um ein verwunschenes Schloss Zur Großansicht
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Kate Mortons "Die fernen Stunden": Rätsel um ein verwunschenes Schloss

Für die Australierin Kate Morton beginnt die Arbeit an einem Roman stets mit der Auswahl eines neuen Notizbuchs. Sie schwärmt von der Haptik des Papiers, der Stärke des Einbands, der Farbe und den Linien. Wenn die Schriftstellerin die Arbeit an einem Buch beendet, blickt sie auf rund zehn Notizbücher, gefüllt mit Ideenskizzen, Bildern, Handlungsschemata, Szenendetails, Grafiken und aufgeschnappten Gesprächsfetzen; aufgekritzelt, durchgestrichen, mit Pfeilen verbunden, zusammengetackert und ziemlich unübersichtlich. "Ich bin eine visuelle Person und meine Gedanken und Ideen als Entwürfe in einem Notizbuch zu sehen, hilft mir, sie zu verdeutlichen", erklärt Morton.

Sobald die Planungen abgeschlossen sind, setzt sie die Arbeit am Computer fort. Dass Kate Morton (Jahrgang 1976) eines Tages Schriftstellerin sein würde, gehörte lange Zeit nicht zum Lebensplan. Zwar hatte sie schon als Kind viel gelesen und sich Geschichten mit ihren beiden jüngeren Schwestern ausgedacht, doch eigentlich wollte sie Schauspielerin werden. Erst als die Anziehungskraft der Wörter immer größer wurde, begann Morton ernsthaft zu schreiben: "Ich habe gemerkt, dass ich die Schauspielerei nicht so liebte wie das Spielen mit Wörtern und das Erzählen von Geschichten. Als ich zu schreiben anfing, wurde ich süchtig."

Zwei Manuskripte landeten in der Schublade, bevor sie mit "Das geheime Spiel" (2006) einen internationalen Bestseller landete. "Der verborgene Garten" (2008) und "Die fernen Stunden" (2012) folgten. Darin lässt Morton die Handlung erneut um ein Geheimnis ranken, das erst Jahrzehnte später ans Licht gelangt. Die Suche nach dem Absender eines lange verschollenen Briefes führt die junge Edie zu den exzentrischen Blythe-Schwestern. Edies Mutter hatte während des Zweiten Weltkriegs Zuflucht im herrschaftlichen Schloss der Familie gefunden, wo sich ihr Leben für immer verändern sollte.

Christina Reinke, buchreport

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