Bombenentschärfung 16.500 Dortmunder müssen ihre Wohnungen verlassen

Bis Sonntagmorgen muss die Sicherheitszone geräumt sein, dann wird im Dortmunder Stadtteil Hörde eine Luftmine aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft. Bei einer ähnlichen Evakuierung gab es vor einem Jahr zahlreiche Einbrüche.


Dortmund - In Dortmund haben am Samstag die Vorbereitungen für eine der größten Evakuierungen der vergangenen Jahre begonnen. Rund 16.500 Menschen müssen bis Sonntagvormittag einen weiträumigen Sicherheitsbereich verlassen, damit im Stadtteil Hörde eine 1,8 Tonnen schwere Luftmine aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft werden kann.

Mit Evakuierungen von Pflegeheimen und Verlegungen innerhalb eines Krankenhauses sei bereits begonnen worden, sagte ein Sprecher der Stadt Dortmund am Samstag. Auch die NRW-Erstaufnahmestelle für Asylbewerber musste geräumt werden, rund 350 Menschen wurden verlegt.

Gefahrenzone im Umkreis von 1,5 Kilometern

Die Luftmine war am Mittwoch bei Bauarbeiten auf dem Werksgelände eines Pumpenherstellers gefunden worden. Für die Entschärfung müssen Anwohner die Gefahrenzone in einem Umkreis von 1,5 Kilometern verlassen.

Vor einem Jahr mussten vor der Entschärfung einer ebenso großen Luftmine in Dortmund-Hombruch sogar 20.000 Menschen die Umgebung verlassen. Damals drangen Einbrecher in verlassene Wohnungen ein. Das will die Polizei jetzt verhindern.

cst/dpa



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insgesamt 4 Beiträge
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stanzer 29.11.2014
1. In Dortmund- Hörde habe ich nach einem Bombenangriff meine Eltern verloren
Wenn jetzt noch sogenannte "Rechtsradikale" und Unbelehrbare ein positives Bild über den Nationalsozialismus entwickeln, ist jeder Bombenfund ein Menetekel dieser Zeit. Hoffentlich geht die Entschärfung gut
jamguy 30.11.2014
2. immer Glück
wenn die Bagger solche Teile nicht zum detonieren bringen!
dkoedo 30.11.2014
3. Von Kreis kann keine Rede sein
Westlich des Fundortes liegen zwei grössere Seniorenheime, welche aus dem Kreis auspart werden. Südlich des Fundortes wird ein Teil von Wellinghofen nicht zwangsevakuiert, obwohl er eineindeutig in den Kreis gehört. Östlich des Fundortes liegt im eigentlich Kreis ein Krankenhaus, welches ebenfalls nicht geräumt wird. Die Begründung bei den Seniorenheimen und dem Krankenhaus wird sein, dass sie jeweils relativ am Rand des Gebietes liegen und die Evakuierung zu kompliziert, nicht möglich, etc sein wird und schlussendlich das Restrisiko vertretbar sei. Was Wellinghofen betrifft, sollte man mal die Frage stellen, warum dort zum Teil nicht evakuiert wird. Die Topographie gibt jedenfalls keine besondere Lage her. Vermutlich wird, hoffentlich, wieder einmal alles gut gehen. Falls nicht, bin ich auf die Rechtfertigungen schon gespannt. Wenn man aber so argumentiert, dann müsste man, wäre man konsewuent, den Kreis einfach kleiner ziehen.
cosy-ch 30.11.2014
4. irrational
wann nehmen die Verantwortungsträger einmal ihre Verantwortung in die Hand und verklagen endlich die Abwerfenden Verursacher für die "Entsorgungskosten", sprich diese Umsiedlung und die Arbeiten, sowie die erhöhten Versicherungsprämien in den Gebieten, in welchen die Amis sinnlos Flächen mit Bomben übersääten, und das zu Ende des Krieges (same as Iraq, Serbien...). Dann hätte die Welt eine Chance auf Frieden, wenn Opfer beginnen, die Täter für das Bedrohen und Töten zur Rechenschaft zu ziehen!!!!
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