Chile Bundeswehrsoldaten von Jugendlichen überfallen
Iquique/Berlin - In Nordchile sind neun Bundeswehrausbilder von Jugendlichen überfallen und bedroht worden. Nach Angaben der chilenischen Polizei gelang es einem der Ausbilder, den fünf Angreifern zu entkommen und die Polizei zu alarmieren. Diese habe nach einem Schusswechsel die Soldaten befreit und die Täter im Alter von 14 bis 20 Jahren verhaftet, sagte Polizeioberst Rolf Reiman. Ein Sprecher des Pressezentrums des Heeres bestätigte am Samstag den Zwischenfall.
Reiman sagte, das Motiv der Jugendlichen sei nicht klar. "Aber offensichtlich wussten sie, dass es Ausländer sind, und gingen davon aus, dass die Geld haben." Der stellvertretende chilenische Verteidigungsminister Gonzalo Garcia sprach von einem "gewöhnlichen kriminellen Zwischenfall".
Von den Bundeswehrsoldaten sei niemand schwer verletzt worden, sagte Reiman. Die Ausbilder sind in der Stadt Iquique mit rund 160.000 Einwohnern, um chilenische Panzersoldaten im Fahren von deutschen Leopard-Panzern einzuweisen. Chile hat mit der Bundesrepublik den Kauf von insgesamt 140 Kampfpanzern vom Typ Leopard 2 A4 aus Beständen der Bundeswehr vereinbart.
cai/ap