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Film: »Blauer Vogel« mit west-östlichen Divas

• aus DER SPIEGEL 42/1975
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Am Himmel hakte sich »Apollo« an »Sojus«, auf Erden kooperierten Elizabeth Taylor und der Russen-Clown Popow. Nach zehn Monaten Dreharbeiten in Leningrad brachte Regisseur George Cukor, 76, das erste filmische Ankoppelungsmanöver USA-UdSSR zum Happy-End. Mit Stars aus Ost und West verfilmte Cukor ein Lieblingsstück der Russen, das Symbolmärchen »Der blaue Vogel« des Belgiers Maurice Maeterlinck, das Stanislawski im Jahre 1909 in Moskau inszeniert hatte und da seitdem ununterbrochen auf dem Spielplan steht. Hollywoods Damen zeigten den Sowjets, was ein Star ist. Jane Fonda fand die Sowjet-Union »zu wenig kommunistisch«, Ava Gardner ging der Taylor demonstrativ aus dem Weg, und die Taylor kam wie immer: mit Sekretär, Friseuse, Zofe, zwei Hunden, einer Katze; Verpflegung ließ sie aus London einfliegen. Die Diva spielt vier Rollen in dem Film, darunter eine Lichtgestalt und eine häßliche Hexe. Die Maske erschreckte sie nicht: »So sehe ich morgens immer aus.«

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