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Ultimatum zur Geiselfreilassung Trump droht Hamas mit Vernichtung

Der US-Präsident fordert die Hamas in einer »letzten Warnung« auf, sofort alle Geiseln freizulassen. Andernfalls werde kein Mitglied der Terrororganisation sicher sein. Trump wendet sich auch an die Menschen in Gaza.
Donald Trump (Ende Februar auf dem Weg nach Mar-a-Lago): »Ich schicke Israel alles, was es braucht, um die Sache zu Ende zu bringen«
Donald Trump (Ende Februar auf dem Weg nach Mar-a-Lago): »Ich schicke Israel alles, was es braucht, um die Sache zu Ende zu bringen«

Donald Trump (Ende Februar auf dem Weg nach Mar-a-Lago): »Ich schicke Israel alles, was es braucht, um die Sache zu Ende zu bringen«

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Roberto Schmidt / AFP

Gerade erst wurde bekannt, dass die US-Regierung direkte Gespräche mit der islamistischen Hamas führt. Nur wenige Stunden später wendet sich US-Präsident Donald Trump mit einem Post bei Truth Social an die Terrororganisation – mit einer scharfen Drohung.

Die Hamas müsse sofort alle Geiseln freilassen und auch alle Leichen der ermordeten Israelis übergeben, »oder es ist vorbei für euch«, schrieb Trump  teils in Großbuchstaben. »Ich schicke Israel alles, was es braucht, um die Sache zu Ende zu bringen. Kein einziges Hamas-Mitglied wird sicher sein, wenn ihr nicht tut, was ich sage.«

Trump schrieb weiter, er habe sich gerade mit früheren Geiseln getroffen, deren Leben die Hamas zerstört habe. »Das ist die letzte Warnung an euch«, schrieb Trump. Für die Führung der Hamas sei nun die Zeit, den Gazastreifen zu verlassen, solange sie noch die Chance habe.

An die Bevölkerung im Gazastreifen gerichtet schrieb der US-Präsident: »Eine wunderbare Zukunft erwartet euch, aber nicht, wenn ihr Geiseln gefangen haltet. Wenn ihr das tut, seid ihr tot.« Die Menschen sollten eine »kluge Entscheidung« treffen und die Geiseln freilassen; oder sie würden später dafür büßen.

Kommt Phase zwei der Waffenruhe zustande?

Mitte Januar war die erste Phase der Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas in Kraft getreten. Aktuell laufen die Verhandlungen über eine zweite Phase der Waffenruhe , die eine Freilassung aller verbliebenen Geiseln vorsieht. Bisher konnten sich beide Seiten nicht auf die Konditionen einer Verlängerung der Waffenruhe einigen. 59 Geiseln befinden sich noch im Gazastreifen, mindestens 35 von ihnen wurden für tot erklärt.

Am Mittwoch hatte Trumps Sprecherin Karoline Leavitt bestätigt, dass die US-Regierung direkte Gespräche mit der Hamas führt. Der Sondergesandte Steve Witkoff sei befugt, mit jedem zu sprechen, sagte Leavitt auf die Frage, warum die USA entgegen ihrer langjährigen Linie zum ersten Mal direkt mit der Gruppe verhandelten. Israel sei in dieser Angelegenheit konsultiert worden, erklärte sie.

Zu den Inhalten der Gespräche wollte sich Leavitt nicht äußern. Sie sagte lediglich, Trump glaube grundsätzlich an den Dialog »mit Menschen auf der ganzen Welt« im Interesse der Amerikaner.

Trump hatte mit seinem Vorschlag, den Gazastreifen zu kaufen und als »Riviera des Nahen Ostens«  wieder aufzubauen und die Palästinenser umzusiedeln, international für Aufregung gesorgt. Vor diesem Hintergrund trafen sich am Dienstag in Ägyptens Hauptstadt Kairo Vertreter mehrerer arabischer Staaten. Am Ende des Gipfels einigten sie sich auf einen Gegenvorschlag, den Ägypten eingebracht hatte: Demnach soll die Hamas weitestgehend entmachtet und stattdessen eine Verwaltung eingesetzt werden, die von arabischen, muslimischen und westlichen Staaten kontrolliert wird. Mehr dazu erfahren Sie hier.

aar/dpa