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Foto: NASA earth observatory

Satellitenbild der Woche Rauchzeichen ins All

Teile Europas sind dermaßen trocken, dass die Waldbrandsaison drei Monate früher als üblich begonnen hat. Ein Feuer in Spanien fiel sogar der Besatzung der Internationalen Raumstation auf.

Der Frühling hat gerade erst begonnen, und Spanien hatte schon seinen ersten großen Waldbrand. Etwa 4600 Hektar brannten bis Freitag nieder – ausgebrochen war das Feuer am 23. März nahe dem Dorf Villanueva de Viver in der Provinz Castellón nördlich von Valencia. Etwa 1600 Menschen mussten vor den Flammen fliehen, Hunderte Feuerwehrleute wurden ins Brandgebiet geschickt. Die Waldbrände in Spanien werden immer häufiger, heftiger und treten deutlich früher auf als in vergangenen Jahren.

Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez sagte, das Feuer zeige, dass der Klimanotstand schon Realität sei. »Wir kommen aus dem Winter und haben schon jetzt Waldbrände, die typisch für die Sommermonate sind«, sagte Sánchez bei einem Besuch in der betroffenen Region.

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Das fällt auch der Nasa auf, die das Bild veröffentlicht hat. Ein Astronaut an Bord der Internationalen Raumstation fotografierte am 27. März eine Rauchfahne, die ostwärts bis zum Mittelmeer zog. Normalerweise beginne die Zeit schwerer Waldbrände in Spanien im Juni, teilte die US-Weltraumbehörde mit. In diesem Jahr gehe es schon im März los – eine Folge der ungewöhnlichen Trockenheit, die weite Teile Europas plagt .

Als das Feuer ausbrach, lagen die Temperaturen laut der spanischen Wetterbehörde AEMET über 25 Grad Celsius. Starke Winde von bis zu 70 Kilometern pro Stunde fachten die Flammen an. Die wichtigste Bedingung für das Inferno jedoch: Schon seit drei Jahren fiel in der Gegend wenig Regen.

Nach drei ungewöhnlich trockenen Jahren leiden große Teile Spaniens unter einer Dürre. In der EU hatten die Zerstörungen durch Waldbrände im vergangenen Jahr einen neuen Höchststand erreicht. Spanien war von den Bränden im vergangenen Jahr am stärksten betroffen: Annähernd 500 Feuer zerstörten mehr als 300.000 Hektar Land.

Waldexperte Pablo Martín Pinto meint, das Land bewege sich »von einem Zeitalter großer Waldbrände in ein Zeitalter von Mega-Waldbränden«. Das Land müsse jetzt umlernen. Wenn Spanien 2023 noch einen Sommer erlebe, »in dem die Temperaturen 20 Tage lang nicht unter 35 Grad fallen und es vier Monate lang nicht regnet, wird die Vegetation beim ersten Blitzeinschlag in Flammen aufgehen«.

ahh/AFP