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Seltsame Erfindungen Mit Eckenschuss

Ein Plastikbusen als Einschlafhilfe, Gewehre, die um die Ecke schießen können: Die Technikbegeisterung der fünfziger Jahre spornte Hobby-Erfinder und Abenteurer zu wahnwitzigen Innovationen an. Viele davon gingen nie in Serie. einestages zeigt die abstrusesten Konstruktionen.
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Vogelmensch: Der Erfinder Leo Valentin hing mit seinem Dress nicht immer unter Schaukelgerüsten. Manchmal warf sich der französische "Birdman" auch aus Flugzeugen. Diese Aufnahme entstand wenige Wochen vor seinem tödlichen Absturz 1956.

Foto: Carl Sutton/ Getty Images
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Da ist Musik drin: Leider nur ein Witz auf irre Erfindungen ist der Musik-BH. Er wurde 1981 für eine englische Katalogparodie namens "Better Living Catalogue" designt.

Foto: Getty Images
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Jodelmesser: Dieses Gerät misst Jodeln auf einer Skala von eins bis hundert. Eine unschlagbar gute Idee, wie wir finden. Doch leider war die Zielgruppe zu spitz. So brachte es dieser Geniestreich aus den zwanziger Jahren nie bis zur Marktreife.

Foto: General Photographic Agency/ Getty Images
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Hinter Gittern: Dieser Babyknast in schwindelerregender Höhe wurde in den dreißiger Jahren erfunden. Der Drahtkäfig sollte Familien, die keinen Garten haben, die Möglichkeit bieten, ihr Kleines an die frische Luft zu setzen. Dafür brauchte es allerdings ein tiefes Vertrauen in die Haltbarkeit der Konstruktion.

Foto: Getty Images
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Was fühlt die Tomate? Auch der amerikanische Science-Fiction-Autor und Sektengründer L. Ron Hubbard versuchte sich in den sechziger Jahren als Erfinder. Sein Elektrometer zum Beispiel misst das Schmerzempfinden von Tomaten. Seine Versuche führten Hubbard zu dem Ergebnis, dass Tomaten schreien, wenn sie in Scheiben geschnitten werden. Autsch.

Foto: Getty Images
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Batteriebusen: In den sechziger Jahren erfanden findige Japaner diese Gummibrust mit batteriebetriebenem Herzschlag. Während sie Babys und Kleinkindern als Einschlafhilfe dienen sollte, fanden Erwachsene den Anblick dieses Busens zum Ein- und Ausschalten wohl eher verstörend.

Foto: Getty Images
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Taschendiebe aufgemerkt: Am 27. August 1963 demonstrierte der Erfinder John H. T. Rinfret seine Anti-Banditen-Tasche. Entreißt ein Bösewicht einem dieses Hochsicherheitsaktenbehältnis, rasselt der gesamte Inhalt auf den Boden, anstatt mit dem Schurken zu entschwinden. Ob dies auch passierte, wenn der Taschenträger nur versehentlich angerempelt wurde, ist allerdings nicht überliefert.

Foto: Getty Images
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Fußbürste: Der Erfinder Terry Jennings demonstriert 2006 bei einer Technologie-Show in London seinen Fuß- und Zehenreiniger - vermutlich zum ersten Mal.

Foto: AP
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Raucherkette: Eine Apparatur aus den fünfziger Jahren, mit der man praktischerweise eine ganze Schachtel Zigaretten auf einmal wegrauchen kann - um danach vermutlich zuerst die Toilettenschüssel und dann einen Arzt zu konsultieren.

Foto: Jacobsen/ Getty Images
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Miau-Maschine: Dieser lebensechte Katzensimulator wurde in den sechziger Jahren in Japan entwickelt. Dank eines Zwei-Watt-Motors miaut er zuverlässig zehnmal in der Minute und soll so Mäuse verjagen. Zudem leuchtet er bei jedem Ton auf, womit er herkömmlichen Katzen einiges voraus hat.

Foto: Getty Images
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Ein bisschen Waage: Dieses praktische Multifunktionsgerät ist das Schweizer Taschenmesser für den weiblichen MacGyver der fünfziger Jahre - Löffel und Waage in einem!

Foto: Getty Images
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Die Zigarette davor: Dieser Rauchwerkadapter aus den fünfziger Jahren sollte wohl dafür sorgen, dass Mann und Weib sich auf gewitzte Art näher kommen. Doch selbst wenn beide rauchen - wo nur versteckt man den sperrigen Eisbrecher vorher?

Foto: Getty Images
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Küssmaschine: Knutsch das Konstrukt und wir sagen dir, wer du bist. Etwa so sollte 1955 das sogenannte Kissogramm funktionieren. Daten zu Druck, Geschwindigkeit und Kraft des Kusses wurden für psychologische Charakterstudien genutzt. Mit welchem Erfolg, ist nicht überliefert.

Foto: Getty Images
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Familienspaß auf Eis: Jack Milford (r.) war nicht nur Spieler des englischen Eishockeyteams Wembley Monarchs. Er war auch der Erfinder dieser Tragevorrichtung, mit der Babys ihre Eltern sicher aufs Eis begleiten können - zumindest bis ein Erziehungsberechtigter hinknallt.

Foto: Getty Images
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Für Erbsenwähler: Es gibt Fischmesser, Hummergabeln und Schneckenzangen - doch Erbsenliebhaber sollten das grüne Kullergemüse weiter schnöde mit Messer und Gabel über den Teller verfolgen? Nicht mit diesem ausgeklügelten mechanischen Erbsenverzehr-Gadget von 1948.

Foto: Getty Images
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Am Rad gehen: Dieses absurde Schuhkarussell ist nicht die Neuerfindung des Rades, sondern eine Apparatur, mit der Schuhwerk auf seine Haltbarkeit getestet wird.

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Der Untergang: Warum schwimmen, wenn man auch radeln kann? Dieses abstruse Wassergefährt hat es bereits in den zwanziger Jahren nicht zum Verkaufsschlager gebracht.

Foto: Topical Press Agency/ Getty Images
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Wie kriegt der Page seine Gage? Das fragte sich wohl der amerikanische Erfinder Russell E. Oakes in den fünfziger Jahren - und erdachte diesen Trinkgeld-Gürtel mit der verstörend gelochten Stahlhand.

Foto: Getty Images
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Robocops: Diese beiden niedlichen Blechkompagnons sind nicht die Urururgroßväter von R2-D2 und C-3PO, sondern Polizeimänner in einer neuartigen Kampfmontur in den fünfziger Jahren.

Foto: Preston Stroup/ AP
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Augenjalousie: 50 Jahre vor dem Rapstar Kanye West trug diese Frau bereits eine Sonnenbrille mit Jalousie davor.

Foto: Getty Images
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Um die Ecke geschossen: Warum man mit einem Maschinengewehr manchmal lieber um die Ecke schießen möchte, leuchtet ein. Ob bei dieser Erfindung von 1952 die Kugeln kooperiert haben, ist eher fragwürdig.

Foto: Getty Images
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Der Vorfahr des Mini: Dieses Zukunftsmobil von 1958 passt in jede Parklücke, ist durch Pedalantrieb absolut emissionsfrei und macht dank Gangschaltung bis zu 40 Sachen in der Stunde. Nur... welcher Erwachsene traut sich eine Stunde lang mit einem Kettcar auf die Straße?

Foto: Karel Berg/ Getty Images
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Siamesische Schuhlinge: Mit diesen Tanzschuhen tritt sich garantiert niemand mehr beim Schwofen auf die Füße - und wenn es trotzdem Streit gibt, geht eben einer barfuß nach Haus.

Foto: Getty Images
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Der kleinste Fernseher der Welt: Dieses Gerät sorgte in den sechziger Jahren für Aufsehen - erkennen konnte trotzdem niemand was.

Foto: Getty Images
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Autowaschanlage: In den siebziger Jahren wurde es endlich erfunden - das Nerd-Äquivalent zu Frauen, die das Auto einschäumen. Funktioniert hat es vermutlich nicht, aber bei den Mädels ging es ja auch nicht wirklich um blitzsaubere Radkappen.

Foto: Central Press/ Getty Images
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Plastikbeißer für Kampfhunde: Dieser Rottweiler geht mitnichten in Vampirverkleidung auf eine Faschingsfeier. Er trägt eine Anti-Beiß-Schiene, die von dem Schweizer Erfinder Spetim Saciri erdacht wurde.

Foto: AP
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Wunderbarer BH: Diese Reklame des US-Modeunternehmens "Frederick's of Hollywood" aus dem Jahr 1960 für Wonderbras verspricht pralle Dekolletés mit hundertprozentiger Geldrückgabe-Garantie. Eine Zukunft war dieser aufgeblasenen Erfindung wohl nicht beschert.

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?