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Tödliche Bruchlandung Thailändische Billig-Airline darf vorerst nicht mehr fliegen

Sie missachtete Sicherheitsvorschriften, fälschte Papiere und flog 90 Menschen in den Tod: Die thailändische Billigfluglinie One-Two-Go muss mindestens einen Monat lang am Boden bleiben. Dreist: Die Fluglinie begründete ihre Zwangspause mit hohen Treibstoffpreisen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Bangkok - Die thailändische Luftfahrtbehörde hat der Billigfluglinie One-Two-Go ein Flugverbot erteilt. Bei einem Unfall einer ihrer Maschinen im September 2007 habe sie die Sicherheitsvorschriften missachtet, hieß es zur Begründung. Außerdem habe die Airline bei den Behörden gefälschte Papiere eingereicht. Gegen die Firma werde ein Justizverfahren eingeleitet, sagte der Chef der Behörde, Chaisak Angkasuwan.

Bei dem Crash auf dem Flughafen von Phuket waren am 16. September vergangenen Jahres 90 Menschen ums Leben gekommen.

Das Flugverbot trete am Dienstag in Kraft und solle zunächst 30 Tage gelten, sagte der Behördenchef. Außerdem solle in den kommenden Tagen die Polizei gegen die Firma und ihre Piloten ermitteln.

One-Two-Go hatte am Samstag erklärt, sie stelle wegen der hohen Treibstoffpreise ihren Betrieb am Dienstag ein. Bei dem Unfall in Phuket war die Maschine vom Typ MD-82 nach einer Bruchlandung im strömenden Regen auseinandergebrochen und in Flammen aufgegangen. Von den 90 Todesopfern waren mehr als 50 Ausländer, darunter auch zwei Deutsche.

reh/AFP