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Rechte Gerade Klitschkos klagen gegen Kohl

Die Zusammenarbeit zwischen den Klitschko-Brüdern und ihrem Manager Klaus-Peter Kohl steht offenbar vor dem Ende. Strittigster Punkt der Klage mit einem Streitwert in Millionenhöhe, die die Boxer eingereicht haben, ist nach einem Zeitungsbericht die Laufzeit des Vertrages mit dem Hamburger Boxstall Universum.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - Der Anwalt der Klitschkos reichte am 23. Dezember eine Feststellungsklage gegen den 59 Jahre alten Promoter Kohl ein, die in Kürze vor der Zivilkammer des Hamburger Landgericht verhandelt werden soll.

Die ukrainischen Brüder, die bei einem Promoter in den USA mehr verdienen könnten als bei Kohl, vertreten den Standpunkt, dass ihr Vertrag mit Universum am 30. April 2004 ausläuft. Kohl dagegen beharrt auf einer Klausel im Kontrakt, nach der sich die Zusammenarbeit um jene Zeitspanne verlängert, in der die Boxer zum Beispiel verletzungsbedingt ausgefallen waren. Die Zusammenarbeit müsse laut Kohl deswegen "wesentlich länger" laufen.

Folgt das Gericht seiner Meinung, würde dies beispielsweise bedeuten, dass Witalij Klitschko noch schätzungsweise ein Jahr über das ursprünglich datierte Vertragsende hinaus an Universum gebunden wäre. Er hatte im Jahr 2000 nach einer Schulterverletzung Monate lang pausieren und 2002 wegen eines Bandscheibenvorfalls einen Kampf absagen müssen.

Rematch gegen Lewis: Entscheidung bis zum 15. März


Die nächsten Ringauftritte der beiden Klitschkos, die sich derzeit zu Werbeaufnahmen in Thailand aufhalten, sind nach Angaben von Universum-Sprecher Christoph Rybarczyk nicht von der gerichtlichen Auseinandersetzung betroffen. Kohl will für den 27-jährigen Wladimir im März einen erneuten WM-Kampf ausrichten. Dessen vier Jahre älterer Bruder hofft nach wie vor auf ein Rematch gegen WBC-Weltmeister Lennox Lewis, gegen den er das erste Aufeinandertreffen im Juni vergangenen Jahres wegen einer Verletzung in der sechsten Runde verloren hatte.

"Lennox wird sich bis Ende kommender Woche entscheiden", versicherte Lewis-Coach Emanuel Steward am Wochenende in Atlantic City. "Ich weiß nicht, wie sich Lennox entscheiden wird, doch wenn er noch einmal boxt, kann es nur gegen Vitali Klitschko sein", sagte Steward. "Das ist der einzige Kampf, den er wirklich will, um endlich auch einen reinen Tisch zu haben.". Der Pay-TV-Sender HBO hat für den 24. April einen Sendetermin für das Duell reserviert.

Der Weltverband WBC hat unterdessen festgelegt, dass sich die Managements beider Boxer beginnend vom 1. Februar an gerechnet innerhalb von 30 Tagen über die Modalitäten für einen Rückkampf einigen müssen. Sollte es dazu nicht kommen, steigt am 15. März das öffentliche Börsengebot als letzte Amtshandlung für die Austragung der Zweitauflage. WBC-Präsident Jose Sulaiman wies darauf hin, dass Lewis der Titel aberkannt wird, wenn er die WBC-Festlegungen nicht befolgt. Klitschko würde dann vermutlich gegen den Zweitplatzierten der Weltrangliste, Corrie Sanders (Südafrika), um den vakanten Titel boxen.