Luftfahrt CargoLifter sucht Geldgeber
Berlin - Das Unternehmen sei, so Vorstandsvorsitzender Carl von Gablenz in Berlin, mit den beiden Turbinenbauern Rolls Royce und MTU als potenzielle Hauptzulieferer in Gesprächen über entsprechende Beteiligungen.
Die weiteren Kosten bis zum Start der Serienproduktion in Höhe von insgesamt einer Milliarde Mark werde CargoLifter über eine Kapitalanleihe im laufenden und eine weitere Kapitalerhöhung im kommenden Jahr finanzieren.
Luftschiff soll im Sommer 2003 starten
Die Kerninvestition mit 155 Millionen Mark sei der im vergangenen Jahr abgeschlossene Bau der Werft im brandenburgischen Brand gewesen, erklärte Gablenz. CargoLifter will laut Gablenz im Sommer 2003 den ersten Prototyp eines Transportluftschiffs starten. Die Zulassungen durch das Luftfahrtbundesamt würden danach Schritt für Schritt erfolgen.
Mit dem für 2004 geplanten Start der Serienproduktion werde bei New Bern im US-Bundesstaat North Carolina mit dem Bau einer zweiten Werft begonnen, sagte Gablenz. Das Unternehmen werde ein weltweites Logistiknetz mit rund 20 Gateways für die Großzeppeline in Seehäfen errichten, um den Transport von Schwerlastgütern zunächst für die heute schon feststehenden 30 wichtigsten Kunden nach projektbezogenen Preisen zu organisieren.
"Wir haben drei Jahre Vorsprung"
Der Markt für die Transportluftschiffe sei weitaus größer als zunächst erwartet, erklärte Gablenz. Derzeit sei die CargoLifter AG, so Gablenz, mit ihrem Transport-Luftschiffkonzept konkurrenzlos auf dem Weltmarkt. Vor jedem potenziellen Wettbewerber habe das Unternehmen durch den bereits erfolgten Bau der Werft einen Vorsprung von rund drei Jahren.
Die Vorwürfe des Journalisten und Herausgebers des Online-Magazins "Pilot und Flugzeug", Heiko Teegen, zu einer angeblichen Undurchführbarkeit des Projekts wies Gablenz erneut zurück. Die Berliner Staatsanwaltschaft hat kürzlich eine Strafanzeige Teegens wegen angeblichen Subventionsbetrugs der CargoLifter AG zurückgewiesen. Die Ermittlungen in der Zivilrechtsklage und der Strafrechtsanzeige des Unternehmens gegen Teegen dauern laut Gablenz dagegen an.