Methodistischer Pastor Der Kampf des Frank Schaefer

Frank und Brigitte Schaefer 2007 mit ihrem Sohn Tim. Weil der Vater als methodistischer Pastor der gleichgeschlechtlichen Ehe seines Sohnes seinen Segen gab, droht ihm nun der Verlust seines Amtes.

Frank Schaefer (r.) und sein Sohn Tim im September 2013: Schaefer sieht sich mittlerweile als Advokat der Schwulen- und Lesbenbewegung.

Im November musste sich Schaefer vor einem Kirchentribunal verantworten. Er wurde für 30 Tage suspendiert. Sollte er sich nicht wieder in Gänze zu den Leitlinien der Kirche bekennen, müsste er sein Amt abgeben, urteilte die Jury. In dieser Woche laufen die 30 Tage ab, doch Schaefer will sich weiter für Homosexuelle einsetzen.

Schaefer-Unterstützer in Spring City, Pennsylvania: Methodisten akzeptieren schwule und lesbische Mitglieder, aber in ihrem "Book of Discipline" werden auch die Grenzen der Toleranz deutlich. Gleichgeschlechtliche Ehen dürfen demnach nicht in Methodisten-Kirchen und nicht von Methodisten-Pastoren geschlossen werden.

Kirchenvertreter und Jury-Mitglieder im November vor Schaefers Verhandlung. Erst im vergangenen Jahr hatte die 1000-köpfige Generalkonferenz, das höchste Gremium der evangelisch-methodistischen Kirche, die 40 Jahre alten Leitlinien zu Homosexualität bestätigt.

Der Umgang mit dem Thema Homosexualität ist bei den Methodisten nicht unumstritten - was sich auch an den zahlreichen Unterstützern Schaefers zeigt, die sich vor dem Beginn der Verhandlung versammelten.