Vertragsangebot Nike will Adidas als DFB-Ausrüster ablösen
Frankfurt am Main - DFB-Präsident Theo Zwanziger habe Präsidium und Vorstand des Verbandes am Donnerstag und heute darüber informiert, dass dem DFB "ein wirtschaftlich sehr interessantes Angebot der Sportartikel-Firma Nike" vorliege, hieß es in einer Pressemitteilung des Deutschen Fußball-Bundes. Das Unternehmen habe schriftlich mitgeteilt, ab 2011 einen Ausrüstervertrag mit dem DFB abschließen zu wollen.
Zwanziger und Generalsekretär Horst R. Schmidt hätten hierüber "zeitnah die Geschäftsleitung von Adidas in einem ausführlichen Gespräch informiert", so der DFB in seiner Mitteilung weiter. Vereinbart worden sei zudem, über weitere Sondierungen, Gespräche oder Verhandlungen keine Kommentare abzugeben.
Reagiert hat inzwischen Adidas. "Der DFB und Adidas haben bereits am 31. August 2006 bekannt gegeben, dass der bestehende Ausrüstungsvertrag bis mindestens 2014 verlängert wird. Wir freuen uns auf die Fortsetzung der jahrzehntelangen erfolgreichen Zusammenarbeit mit dem DFB" sagte Adidas-Pressesprecher Oliver Brüggen.
Bis Ende 2010 ist der DFB vertraglich an seinen langjährigen Partner Adidas gebunden. Zuletzt hatte der DFB nach der Weltmeisterschaft den Nationalspielern die Möglichkeit eingeräumt, bei Länderspielen Fußball-Schuhe ihres privaten Ausrüsters zu tragen, den Vertrag mit Adidas aber verlängert.
Der deutsche Sportartikler aus Herzogenaurach stellt die komplette Spiel-, Trainings- und Freizeitkleidung der DFB-Kicker und hat mit dem Verband eine Grundschulinitiative gestartet, an der sich auch die Nationalspieler beteiligen müssen, die Privatverträge mit Nike haben. Dies sind unter anderem Torwart Jens Lehmann und Stürmer Miroslav Klose. Michael Ballack, Bastian Schweinsteiger und Lukas Podolski sind die prominentesten Adidas-Spieler.
goe