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Arbeitszeit-Debatte Koch schlägt Rente ab 68 vor

In der Union wird heftig über die künftige Rentenpolitik debattiert. Nun meldet sich der hessische Ministerpräsident Roland Koch mit eigenen Ideen zu Wort: Er will das offizielle Pensionsalter auf jeden Fall erhöhen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Berlin - Künftig werde es ganz normal sein, dass rüstige und leistungsfähige Menschen selbst entschieden, bis 67 oder 68 zu arbeiten, sagte Koch im ARD "Morgenmagazin". Das werde sich auch im offiziellen Rentenalter widerspiegeln. "Die Frage, wann sie 100 Prozent ihres theoretisch denkbaren Rentenanspruchs erlangen, wird oberhalb von 65 Jahren liegen", sagte der CDU-Politiker.

Eine Expertengruppe von CDU und CSU hatte am Mittwoch über eine Reform der Rentenversicherung beraten. Dabei sei aber noch keinerlei Festlegung auf eine Erhöhung des Renteneintrittsalters getroffen worden, hieß es.

CSU-Generalsekretär Markus Söder, der mit seinem CDU-Kollegen Volker Kauder federführend das Wahlprogramm zusammenstellt, sagte in Berlin, die Lebensarbeitszeiten müssten flexibler sein als bisher.

Auch Koch forderte: "Wir werden ein Stück mehr arbeiten müssen." Das gelte auch für die Wochenarbeitszeit, die "aufgesprengt" werden und zumindest für einen Teil der Bevölkerung in Richtung 40- bis 42-Stunden-Woche gehen müsse. "So eine Ideologie wie die 35-Stunden-Woche, das ist halt von gestern", sagte er.