Jahresgehälter Akademiker verdienen 17.000 Euro mehr

Studieren lohnt sich, das ist nicht neu. Ein Jobportal beziffert nun, wie viel Fachkräfte mit akademischer Ausbildung verdienen - verglichen mit Kollegen, die nicht studiert haben.

Arzt bei einer OP
DPA

Arzt bei einer OP


Im Schnitt verdienen Fach- und Führungskräfte bei uns rund 57.100 Euro im Jahr. Zu diesem Ergebnis kommt das Jobportal Stepstone in einer Onlinebefragung.

Die höchsten Durchschnittsgehälter bekommen demnach Ärzte (82.700 Euro), Ingenieure (65.200 Euro) und Juristen (62.400).

Fachkräfte mit akademischer Ausbildung erhalten 64.700 Euro im Jahr und damit gut 17.000 Euro mehr als Kollegen, die keinen Studienabschluss haben. Wer einen Master vorweisen kann, bekommt zudem ein Gehaltsplus von fünf Prozent gegenüber Bachelor-Absolventen.

An der Umfrage von Stepstone haben im Herbst 2016 nach eigenen Angaben 60.000 Fach- und Führungskräfte teilgenommen, die alle in Vollzeit arbeiten. Drei von zehn Befragte übten einen Job mit Personalverantwortung aus.

Die Branchen, die am besten zahlen, waren Stepstone zufolge: die Chemie- und erdölverarbeitende Industrie (68.200 Euro), die Pharmaindustrie (67.700 Euro) und die Luft- und Raumfahrt (67.600 Euro).

Erst Anfang Januar hatte ein anderer Gehaltsvergleich ergeben, dass selbst identische Berufe von Branche zu Branche sehr unterschiedlich bezahlt werden.

Das Jobportal Stepstone listet durchschnittliche Jahresgehälter auch nach Studiengängen auf: Wer Medizin oder Zahnmedizin, Rechtswissenschaften oder Wirtschaftswissenschaften studiert, hat gute Aussichten, mit durchschnittlich 70.000 bis 80.000 Euro im Jahr hinterher zu den Spitzenverdienern zu gehören.

Auch von Bundesland zu Bundesland unterscheiden sich die Gehälter laut Stepstone. In Hessen, Bayern und Baden-Württemberg verdienen Fach- und Führungskräfte am meisten, nämlich im Schnitt mehr als 60.000 Euro im Jahr. In Sachsen-Anhalt, Sachsen, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern sind es hingegen weniger als 43.000 Euro im Jahr.

Bei den Angaben handelt es sich stets um Bruttojahresgehälter inklusive Boni, Prämien, Weihnachtsgeld und anderen variablen Bezügen.

lov

insgesamt 143 Beiträge
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erst nachdenken 07.02.2017
1.
Und um der Neiddiskussion zuvor zu kommen: Ein Akademiker hat gegenüber dem Hauptschulabgänger mit Berufsausbildung 4 Jahre länger die Schulbank gedrückt und dann noch 5 Jahre studiert. In dieser Zeit hat er nichts verdient, sondern einen Studienkredit angehäuft. Das muss er sich dann logischerweise bis zur Rente über ein höheres Einkommen wieder reinholen.
smartphone 07.02.2017
2. Was völlig verschwiegen wird
Einer Führungskraft 57ooo Euro bieten zu wollen - noch dazu im MINT ist eine hochtendenziöse Frechheit . EIn Vergleich zu zB 1998 zeigt ,daß damals das Einstiegsgehalt für INgs bei ca 80-84000 DM lag , was bei Berücksichtigung des heutigen Preisniveaus bereinigt 80-100000 EURO bedeuten würde. Ein Abteilungsleiter verdiente damals >140000DM --- Was heute also lockerst >160000 Euro bedeuten muß . Wer jetzt hier innerlich aufjault, der zeigt, daß seit xx Jahren eine "Abwertung" auf der Lohnseite erfolgt , während alle sonstigen Preise sich "flott" entwickelten .... Wir brauchen also uns nicht zu wundern , wenn keien Kinder in die Welt gesetzt werden , oder wer irgend kann Auswandert ... die Schrödersche Dummheit via Lohnzurückhaltung flankiert mit Agenda2010 löst keines er anstehenden ( und zT unkorrigierbare4n ) Probleme von heute und morgen .
yogi65 07.02.2017
3. Grübel
Was genau sind eigentlich Fach- und Führungskräfte? Führungskraft ist klar, aber was genau definiert die Fachkraft? Ist das nun jeder der eine normale Berufsausbildung hat, oder gehört da eine Weiterbildung dazu. Z.B. Meister, Techniker, Bilanzbuchhalter o.ä. Das geht aus dem Artikel nicht hervor, wäre aber für die Einordnung gut zu wissen.
hackebeilchen 07.02.2017
4. Fachkräfte / Akademiker /Studium
Eina Frage an SPON : was ist denn das nichtakademische Fachkraft-Gegenstück zu einem Juristen ,Ingenieur oder Arzt ? Denn darum geht es ja angeblich in diesem Artikel. Der Vgl. von nichtakademischen Fachkräften vs. Fachkräften mit akademischem Abschluss hinsichtlich Einkommen. Dieser Vgl. funktioniert aber nur in Bereichen in denen es vergleichbare Tätigkeiten/Funktionen gibt. "Ein Jobportal beziffert nun, wie viel Fachkräfte mit akademischer Ausbildung verdienen - verglichen mit Kollegen, die nicht studiert haben." Davon sehe ich aber hinsichtl. der gewählten Beispiele (Arzt, Jurist, Ingenieur ) nichts . Vielmehr scheint es mal wieder für SPON an der Zeit gewesen zu sein einen Scheinartikel zu veröffentlichen in dem man die Liste der Einkommen darstellen kann: "Das Jobportal Stepstone listet durchschnittliche Jahresgehälter auch nach Studiengängen auf: Wer Medizin oder Zahnmedizin, Rechtswissenschaften oder Wirtschaftswissenschaften studiert..." Man könnte das auch als manipulativen Versuch werten den Sozialneid zu schüren. Sind SPON-Leser so dumm ? Hoffe nicht. Möglicherweise hat aber auch der Verfasser des Beitrags (lov) nicht ganz überrissen worum es in der JobPortal-Umfrage wirklich ging bzw. um welche Berufsgruppen und hat seine Beispiele einfach nur unpassend gewählt. Was soll´s : Haken dran. Nicht der erste SPON-Artikel der so schief aufgehängt wurde :-)
unzensierbar 07.02.2017
5.
Ach ja die Jobs, die sowieso schon bei weitem genug verdienen, verdienen jetzt auch noch mehr. Während andere Jobs weiter zur Armutsgrenze fallen.
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