47 Grad im Schatten Sydney grillt am Strand

In Australien wird es heiß im Sommer, das überrascht wenig. Die aktuellen Temperaturen in Sydney stellen aber auch hartgesottene Aussies auf die Probe. Bei weit über 40 Grad wächst die Brandgefahr.

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Die Strände sind voll, Parks mit Springbrunnen und Kinos mit Klimaanlage ebenfalls: Die australische Millionenmetropole Sydney hat am Sonntag den heißesten Tag seit Jahrzehnten erlebt. In der westlichen Vorstadt Penrith wurde mit 47,3 Grad Celsius die höchste Temperatur seit dem Jahr 1939 gemessen. Damals waren es sogar 47,8 Grad. Die Behörden verboten das Entfachen von Feuern, ein internationales Tennisturnier wurde unterbrochen.

Spitzentennisspieler mussten am Sonntag das Spielfeld bei einem Vorbereitungsturnier auf das Grand-Slam-Turnier Australian Open verlassen. Die Temperaturen waren zuvor auf mehr als 40 Grad gestiegen.

Der französische Tennisstar Kristina Mladenovic unterbrach das Spiel und verwies dabei auf die Belastung durch die Hitze. Auf dem Platz hätten zu Beginn wahrscheinlich 50 Grad geherrscht, schrieb die Elfte der Tennis-Weltrangliste bei Twitter. Es sei das erste Mal in ihrer Karriere gewesen, dass sie sich aus einem Spiel zurückgezogen habe, fügte Mladenovic hinzu. "Das sagt alles."

Die Regierung verhängte ein vollständiges Feuerverbot, um das Risiko für Buschbrände zu senken. Diese sind häufig während der trockenen australischen Sommer. In der Zeitung "Sydney Morning Herald" wies Feuerwehrsprecher Rob Rodgers daraufhin, dass das Wegwerfen einer brennenden Zigarettenkippe während eines vollständigen Feuerverbots mit einem Bußgeld von 1300 australischen Dollar belegt wird.

Am Samstag waren zahlreiche Feuer in den Bundesstaaten Victoria und South Australia ausgebrochen. Sie zerstörten mehrere Gebäude.

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Feuer in Australien: Brandbekämpfung aus der Luft

Seit dem Jahr 1910 erhöhten sich die durchschnittlichen Temperaturen in Australien um rund ein Grad, wie es in einem Bericht der Wetter- und Forschungsbehörde CSIRO heißt. Experten warnten zudem, der Klimawandel habe die Temperaturen im Wasser und auf dem Land steigen lassen. Die Folge seien mehr extreme Hitzetage und schwere Feuerperioden.

Bereits im vergangenen Sommer waren landesweit mehr als 200 Wetterrekorde gebrochen worden. Zwischen Dezember 2016 und Februar 2017 herrschte eine extreme Hitzewelle, es kam zu zahlreichen Buschfeuern.

jok/AFP

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