Fan-Randale Hohe Geldstrafe für Eintracht Braunschweig

Zwischenfälle beim Nord-Derby: Braunschweig wird bestraft
Foto: Bongarts/Getty ImagesHamburg - Eintracht Braunschweig muss wegen Randale seiner Fans beim Niedersachsen-Derby im November in Hannover eine deftige Geldstrafe bezahlen. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) verhängte gegen den Bundesliga-Aufsteiger eine Strafe in Höhe von 50.000 Euro und eine zusätzliche Auflage von 20.000 Euro. Der Tabellenletzte kann innerhalb von 24 Stunden gegen das Urteil des Einzelrichters eine mündliche Verhandlung beantragen.
Eintracht-Fans waren vor dem Derby bei Hannover 96 am 8. November 2013 gewaltsam und unkontrolliert in den Gästebereich eingedrungen. Dabei sei ein Ordner verletzt worden. Darüber hinaus wurde vor und während der Partie auch im Braunschweiger Zuschauerblock Pyrotechnik gezündet und teilweise auf den Platz geworfen. Das Ermittlungsverfahren gegen Fans von Hannover 96, deren Anhänger in dieser Partie ebenfalls auffällig geworden waren, ist noch beim DFB-Kontrollausschuss anhängig.
Die Eintracht wurde für "fortgesetztes unsportliches Verhaltens seiner Anhänger" bestraft. 20.000 Euro muss der Club in die Verbesserung der infrastrukturellen und sicherheitstechnischen Abläufe im Gästesektor des eigenen Stadions in Braunschweig investieren und dies dem DFB-Sportgericht bis zum 30. September nachweisen.
Das Sportgericht hat zudem Hertha BSC wegen des wiederholten unsportlichen Verhaltens seiner Fans mit einer Geldstrafe in Höhe von 28.000 Euro belegt. Während Herthas Auswärtsssiegen bei Eintracht Braunschweig (2:0) am 8. Dezember und am 21. Dezember bei Borussia Dortmund (2:1) hatten Berliner Anhänger Bengalische Feuer gezündet und Gegenstände auf das Spielfeld geworfen. Der Aufsteiger hat dem Urteil zugestimmt, es ist damit rechtskräftig.