Arbeitsmarkt Zahl der Freiberufler steigt auf Rekordhoch

Immer mehr Deutsche machen sich selbständig. Nach Angaben des "Handelsblatts" ist die Zahl der Freiberufler zu Jahresbeginn auf rund 1,2 Millionen gestiegen - ein Allzeithoch. Die Existenzgründer werden für den Arbeitsmarkt immer wichtiger.

Ärzte: Selbständigkeit unter Deutschen beliebt
Corbis

Ärzte: Selbständigkeit unter Deutschen beliebt


Düsseldorf - Ärzte, Anwälte, Architekten, Steuerberater: Die Zahl der Freiberufler in Deutschland ist zu Jahresbeginn auf ein neues Allzeithoch gestiegen. Rund 1,2 Millionen Menschen arbeiten inzwischen in diesem Bereich. Das geht aus der aktuellen Statistik des Bundesverbandes der Freien Berufe (BFB) hervor, aus der das "Handelsblatt" zitiert.

"Offenbar haben auch die krisenhaften Erscheinungen auf den Finanzmärkten und in der Wirtschaft die Nachfrage nach Vertrauensdienstleistungen stimuliert", begründete BFB-Präsident Rolf Koschorrek die Zunahme. Der Anstieg bedeutet ein Plus von knapp 4,3 Prozent gegenüber 1,1 Millionen Freiberuflern im Vorjahr. Bereits in den Vorjahren war die Zahl der Freiberufler oft gestiegen.

Vor allem in den klassischen Berufen, wie bei Anwälten, Wirtschaftsprüfern oder Steuerberatern, klettern die Zahlen ungebremst weiter. Am stärksten wachsen derzeit die freien Heilberufe. Zudem werden laut Statistik die freien Berufe als Arbeitgeber immer wichtiger. Die Zahl der Beschäftigten stieg um drei Prozent, auf 2,78 Millionen. Die Zahl der Auszubildenden sank leicht, von rund 128.000 auf 125.000.

ssu

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insgesamt 154 Beiträge
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celsius234 08.06.2012
1. Halb zog Sie Ihn halb sank er hin
Zitat von sysopCorbisImmer mehr Deutsche zieht es in die Selbständigkeit. Nach Angaben des "Handelsblatts" ist die Zahl der Freiberufler zu Jahresbeginn auf rund 1,2 Millionen gestiegen - ein Allzeithoch. Die Existenzgründer werden für den Arbeitsmarkt immer wichtiger. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,837658,00.html
Es zieht die Freiberufler. Aber klar doch, zb aus einem gut bezahlten IT Job bei einer Ausgründung in die schlechtbezahlte Freelancer Rolle. Es zieht die nicht. Es ist die Not, die sie treibt. Liebe Journalies, schaut euch doch in euren tollen Redaktionen um und wie toll es ist armer aber freier Schreibknecht zu sein. Das liest man andernorts bspw. in den Journalistenverbänden aber ganz anders. Freelancer Journalisten scheiben sich hier ihre Sch... schön.
eichhörnchensheriff 08.06.2012
2.
... denn es können ja längst nicht alle "Anwälte, Wirtschaftsprüfer oder Steuerberatern" sein. Ach richtig, die "Heilberufe", die hatte ich ja vergessen. Schöne Grüße vom Prekariat!
paretooptimal 08.06.2012
3. Bitte mehr differenzieren
Hierbei muß allerdings unterschieden werden, welche Gründung der Selbständigkeit aus der Not heraus erfolgte. Die sind dann auch nicht lange am Markt oder leben am Existenzminimum. Bestes Beispiel dafür waren die Ich-AG´s.
forumgehts? 08.06.2012
4. Was
Zitat von sysopCorbisImmer mehr Deutsche zieht es in die Selbständigkeit. Nach Angaben des "Handelsblatts" ist die Zahl der Freiberufler zu Jahresbeginn auf rund 1,2 Millionen gestiegen - ein Allzeithoch. Die Existenzgründer werden für den Arbeitsmarkt immer wichtiger. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,837658,00.html
heisst hier "...zieht es...". Sie werden gezogen. Bitte um diesbezügliche Pleiten-Statistiken.
Hansbeobachter 08.06.2012
5. Was soll hier denn verkauft werden...
Warum wird hier nicht über die Scheinselbständigen gesprochen, oder über Menschen die sich selbständig machen, weil Hartz 4 droht? Wie viele Selbständige verdienen sehr wenig und können kaum von ihrer Arbeit leben? Ich habe schon bessere Berichte gelesen.
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