Ska-Pionier Prince Buster ist tot

Prince Buster
Foto: Larry EllisDer Ska-Musiker und -Produzent Prince Buster ist am Donnerstag im Alter von 78 Jahren in Miami, Florida, gestorben. Das bestätigte sein Sohn dem "Jamaica Observer" . Buster war bekannt für Alben wie "One Step Beyond" und "Madness".
Prince Buster wurde 1938 in Orange Street, Jamaica, als Cecil Bustamente Campbell geboren. Den Spitznamen Prince verdiente er sich beim Boxen. In seiner Jugend stand er öfters im Ring. Später, in den Sechzigern, traf Buster auf Boxweltmeister Muhammed Ali und konvertierte zum Islam.
Musikalisch begann er, in den Fünfzigerjahren auf sich aufmerksam zu machen. Er startete mit The Voice of the People sein eigenes Sound System (eine mobile Diskothek) und ein gleichnamiges Label. Buster war der erste Jamaikaner, der es in die britische Top-20 schaffte - 1964 mit "Al Capone".
Prince Buster war auch verantwortlich für das Ska-Revival der späten Siebziger und führen Achtziger. Bands wie The Specials ließen sich von Buster inspirieren. Die britische Band Madness benannte sich sogar nach einem Lied von Buster, ihre erste Single war ein Tribut an den Ska-Pionier, einfach nur "The Prince" betitelt. Ihre zweite Single war ein Cover von Busters "One Step Beyond".
Laut einem Nachruf im britischen "Guardian" wurde Buster 2001 mit dem "Order of Distinction" ausgezeichnet, einer der höchsten Auszeichnungen, die in Jamaika vergeben werde. Buster Prince soll schon seit einiger Zeit gesundheitliche Probleme gehabt haben, nachdem er mehrere Schlaganfälle erlitten hat. Nun ist der selbst ernannte "King of Ska" gestorben.