Terrorverdacht Razzia in Chemnitzer Frauengefängnis

JVA in Chemnitz
Foto: Peter Endig/ dpaMit einer groß angelegten Razzia haben die sächsischen Sicherheitsbehörden auf Hinweise über einen möglichen Anschlag auf Weihnachtsmärkte in Chemnitz und Dresden reagiert. Mehrere Zellen eines Chemnitzer Frauengefängnisses wurden laut Generalstaatsanwaltschaft Dresden durchsucht. Anhaltspunkte für die Pläne seien nicht gefunden worden.
Zuvor hatten die "Freie Presse" und die "Bild" berichtet. Nach Angaben der Behörden fand die Razzia bereits am Montag statt.
Laut Generalstaatsanwaltschaft gab es einen "vagen Hinweis" von einer Gefangenen, dass zwei Mitgefangene über Anschläge auf den beiden Weihnachtsmärkten geredet hätten. Eine der Frauen habe zudem Kontakt nach außen gehabt.
"Wir haben den Hinweis vor allem nach den Erfahrungen der letzten Jahre gleichwohl sehr ernst genommen", erklärte Oberstaatsanwalt Wolfgang Klein.
Nach Informationen der Zeitungen handelt es sich bei einer der Frauen um eine 36 Jahre alte Syrerin, die im Verdacht steht, die Terrorgruppe "Islamischer Staat" (IS) zu unterstützen und Nachwuchs für sie anzuwerben. Die "Freie Presse" berichtete, die Polizei habe bereits im Juli die Dresdner Wohnung der Frau durchsucht. Im Oktober kam sie in Haft.