Medienboykott FC Liverpool schließt Journalisten aus

Der FC Liverpool hat entschieden, Reportern des Boulevardblatts "The Sun" den Zutritt zum Stadion zu verweigern. Der Klub kam damit dem Wunsch einer Angehörigenorganisation der Toten der Hillsborough-Katastrophe nach.

Jürgen Klopp
REUTERS

Jürgen Klopp


Der FC Liverpool verbannt mit sofortiger Wirkung Journalisten der englischen Boulevardzeitung "The Sun" aus dem eigenen Stadion an der Anfield Road sowie vom vereinseigenen Trainingsgelände. Ausschlaggebend für diesen Schritt soll die negative Berichterstattung des Blattes über die Stadionkatastrophe in Hillsborough 1989 sein, bei der 96 Zuschauer zu Tode kamen. Die Zeitung berichtete anschließend jahrelang von einem angeblichen Fehlverhalten der Liverpool-Anhänger, eine unabhängige Untersuchung hatte diese Behauptungen im April vergangenen Jahres widerlegt.

Seither gewannen verschiedene Organisationen aus Liverpool an Zulauf, die einen Boykott der "Sun" propagieren. Die Gruppe "The Total Eclipse of The Sun" ("Die totale Sonnenfinsternis"), die in engem Kontakt mit Angehörigenorganisationen der Toten von Hillsborough steht, überzeugte die Vereinsführung nach englischen Medienberichten nun, Mitarbeitern der Zeitung ab sofort den Zutritt zu den Klubgrundstücken zu untersagen.

Seit 27 Jahren verweigern die Reds der "Sun" bereits Exklusivinterviews mit Spielern oder Trainern. Auch Jürgen Klopp hatte im vergangenen August einem "Sun"-Reporter schon Interviewfragen unbeantwortet gelassen. In Deutschland sorgte zuletzt der TSV 1860 München für Aufsehen, als der Zweitligist drei Zeitungen ihre Dauerakkreditierungen für die Heimspiele entzog.

lst



insgesamt 3 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
no__comment 10.02.2017
1. Das hat nicht den geringsten Bezug zu 1860
Wieso man bei diesem begrüßenswerten Schritt in Liverpool auf den Zirkus bei 1860 verweisen kann, ist mir absolut schleierhaft und ziemlich fehl am Platz.
jamjar 11.02.2017
2. no_comment
Scheinbar haben sie den Artikel nicht richtig gelesen. Ein erneuter Versuch wäre angebracht, dann fällt ihnen sicher etwas auf. Ob es erwähnt werden muss ist ein andere Geschichte. Ihr Kommentar ist somit fehl am Platze.
lanas 11.02.2017
3. @jamjar
Vielleicht sollten Sie den Beitrag von No comment nochmal lesen, denn genau das fragt er. Warum wird das überhaupt erwähnt?
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.