Dopingfall offiziell Kruschelnizki von Olympia ausgeschlossen

Der Internationale Sportgerichtshof Cas hat den russischen Curler Alexander Kruschelnizki von den Winterspielen ausgeschlossen. Unklar ist, ob der gedopte Athlet seine Bronzemedaille behalten darf.

Alexander Kruschelnizki und Anastassija Brysgalowa
DPA

Alexander Kruschelnizki und Anastassija Brysgalowa


Der Dopingfall des russischen Curlers Alexander Kruschelnizki ist offiziell. Die Doping-Kammer des Internationalen Sportgerichtshofes Cas bestätigte in Pyeongchang, dass Kruschelnizki auch in der B-Probe positiv auf das verbotene Herzmittel Meldonium getestet worden sei. Der Cas schloss ihn von den Spielen aus.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) will die Bronzemedaille von Kruschelnizki und seiner Ehefrau Anastassija Brysgalowa im Curling-Mixed möglichst schnell wieder vergeben. Das teilte der Verband mit. Auf Platz vier in dem erstmals bei Olympia ausgetragenen Wettbewerb lagen die Norweger Magnus Nedregotten und Kristin Skaslien.

Der Athlet habe "eine vorläufige Suspendierung über den Zeitraum der Spiele hinaus angenommen und behält sich das Recht vor, die Aufhebung oder die Verringerung einer Sperre nach Abschluss der Spiele zu beantragen, falls kein Verschulden oder keine Fahrlässigkeit vorliegt", schrieb der Cas.

Es ist der dritte Dopingfall der Winterspiele in Pyeongchang, zuvor waren der japanische Shorttracker Kei Saito mit der maskierenden Substanz Acetazolamid und der slowenische Eishockeyspieler Ziga Jeglic mit dem verbotenen Asthmamittel Fenoterol erwischt worden.

Ob der Fall Auswirkungen auf eine mögliche Aufhebung der Suspendierung des russischen Nationalen Olympischen Komitees noch vor der Schlussfeier am Sonntag hat, ist noch unklar.

mru/sid

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