Konjunkturplan mit Haken Trump fehlen die Bauarbeiter

Brücken, Flughäfen, Autobahnen: Donald Trump will eine Billion Dollar in die US-Infrastruktur stecken. Doch es gibt da ein Problem.

Baustelle in New York
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Baustelle in New York


Autobahnen will Donald Trump sanieren. Brücken, Flughäfen, Schulen, Krankenhäuser, Tunnel. Rund eine Billion Dollar will er in die US-Infrastruktur stecken. Auf dass Amerika wieder groß werde. Auf dass die Wirtschaft boome. So hat es der kommende Präsident der Vereinigten Staaten im Wahlkampf versprochen.

Es gibt da nur ein Problem: Es dürfte schwierig werden, genug Bauarbeiter zu finden.

Laut einem Bericht des TV-Senders CNBC klagen US-Baufirmen über Personalmangel. Rund zwei Drittel der betroffenen Unternehmen haben laut einer Studie des Branchenverbands Associated General Contractors Probleme, qualifiziertes Personal zu finden. Dem US-Statistikamt zufolge gab es im September in der US-Bauindustrie rund 221.000 vakante Stellen.

"Diese Personalknappheit wird in der näheren Zukunft nicht verschwinden", sagte Stephen Sandherr, der Chef von Associated General Contractors, zu CNBC. Wichtige Bauprojekte drohten sich deshalb zu verzögern.

William Sandbrook, der Chef der texanischen Zementfirma U.S. Concrete sagte, Baufirmen müssten sehr kreativ sein, um noch Personal zu finden. Seine Firma etwa führe unter anderem mit Leuten Jobinterviews, die kürzlich aus dem Gefängnis entlassen wurden. Diese könnten unter anderem als Lkw-Fahrer arbeiten.

Laut einer Studie der Brookings Institution, einer Denkfabrik, arbeiten insgesamt gut 14 Millionen Menschen im US-Bausektor. Insgesamt umfasse der Sektor 95 Berufe in 42 Branchen.

ssu



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