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Fahrpläne Google Maps zeigt Nahverkehr in Echtzeit an

Fahrpläne sind nützlich - sofern die Busse nicht im Stau feststecken.  Mithilfe von Echtzeitdaten auf Google Maps können Nutzer nun abschätzen, ob Bus und Bahn Verspätung haben. Allerdings funktioniert das bisher nur in manchen Ländern.
Einfahrende U-Bahn: Datentracking über Google Maps
Einfahrende U-Bahn: Datentracking über Google Maps

Einfahrende U-Bahn: Datentracking über Google Maps

Foto: Daniel Bockwoldt/ dpa
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Google erweitert sein Kartenangebot um eine Echtzeitfunktion. Nutzer können die Daten, die die Verkehrsbetriebe zur Verfügung stellen, über Google Maps abrufen und sich so über tatsächliche Ankunfts- und Abfahrtszeiten von Bussen, Straßen- und S-Bahnen informieren.

Zum Start der erweiterten Funktion sind laut dem Fachdienst "9to5Google"  bereits an die 100 kommunale Nahverkehrssysteme dabei, weitere 25 sollen direkt folgen. Deutschland fehlt noch, die Live-Informationen stehen vorerst nur Nutzern in Großbritannien, den Niederlanden, Budapest, Chicago, San Francisco und Seattle zur Verfügung.

Die Daten werden über den Aufenthaltsort der einzelnen Fahrzeuge von den Verkehrsbetrieben gesammelt, über eine Schnittstelle zur Verfügung gestellt und dann von Google weiterverarbeitet. Solche sogenannten Tracker-Systeme werden unter anderem auch von "Flightradar24.com" genutzt.

Seit acht Jahren können Nutzer von Googles Kartendienst Maps auch Fahrplandaten des öffentlichen Nahverkehrs abrufen. Seit einigen Jahren haben auch deutsche Nahverkehrsunternehmen vor allem in Großstädten nachgezogen und beteiligen sich an diesem Service. Insgesamt erfasst Google nun ÖPNV-Daten für mehr als 18.000 Städte in 64 Ländern. Maps-Nutzer haben damit Zugriff auf die Fahrpläne von 2,5 Millionen Bahnhöfen, Bus-, Straßenbahn- und U-Bahnhöfen.

Die hübsche Alternative zu Google

Wer eine Alternative zum Konzernangebot Googles sucht, kann auf die deutsch-schweizerische Alternative Travic  ausweichen. Das Projekt entstand aus einer Kooperation der Informatiksparte der Universität Freiburg mit dem Geodaten-Unternehmen Geops.

Wie bei Kartendiensten üblich, navigiert der Nutzer hier über den Stadtplan seiner Wahl. Das Material stammt aus dem freien Projekt Openstreetmap, wahlweise kann auch auf eine Satellitensicht von Bing umgeschaltet werden. Aus weltweit derzeit 254 Nahverkehrsangeboten können Informationen abgerufen werden, der Schwerpunkt liegt allerdings auf dem deutschsprachigen Raum.

Zumeist handelt es sich hier zwar nicht um Echtzeitdaten, dafür ist die Visualisierung sehr beeindruckend. Auf der Basis der von den Transportanbietern bereitgestellten Fahrpläne berechnet das Angebot eine Karte, auf der der Betrachter die einzelnen Fahrzeuge beim Abfahren ihrer Route verfolgen kann.

meu