"Alternative für Deutschland": Umfrage sieht Euro-Kritiker im Bundestag

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Vorstandstrio der "Alternative für Deutschland": Der Union Stimmen abgejagt

Die Anti-Euro-Partei "Alternative für Deutschland" ist weiter im Aufwind: Laut einer Umfrage würden die Euro-Kritiker aktuell die Fünfprozenthürde überspringen. SPD-Kandidat Steinbrück könnte seine Kanzlerambitionen dann wohl begraben.

Hamburg - Die erst kürzlich gegründete Anti-Euro-Partei "Alternative für Deutschland" (AfD) hat erstmals in einer Umfrage fünf Prozent erreicht und würde damit ins Parlament einziehen. In der am Montag vorab veröffentlichten Erhebung des Insa-Instituts für die "Bild"-Zeitung verbesserte sich der politische Newcomer im Vergleich zur Vorwoche um zwei Prozentpunkte.

Offenbar jagen die Euro-Populisten vor allem der Union Wähler ab: In der sogenannten Sonntagfrage für eine Bundestagswahl verlor die CDU/CSU einen Punkt und kam auf 38 Prozent. Ihr Koalitionspartner FDP erreichte wie in der letzten Umfrage fünf Prozent und schneidet damit gleich stark wie die AfD ab. Keine Veränderungen gab es bei SPD, Grünen und Linkspartei. Während die Grünen mit 15 Prozent ein Rekordergebnis einfahren würden, würden die Sozialdemokraten mit 26 Prozent und die Linkspartei mit 6 Prozent eher schwach abschneiden.

Die Bildung einer Regierung würde der Erfolg der AfD deutlich erschweren: Weder Schwarz-Gelb noch Rot-Grün hätten eine Mehrheit im Bundestag. Nicht einmal die von Politikern der Linkspartei angebotene Zusammenarbeit würde Rot-Grün dann noch eine Mehrheit sichern. Damit wäre auch keine Koalition möglich, in der die SPD als stärkste Kraft ihren Spitzenkandidaten Steinbrück zum Kanzler wählen könnte.

ade/Reuters/AFP

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1. In Wahrheit kommt es noch viel schlimmer ...
nik100943 22.04.2013
Zitat von sysopDPADie Anti-Euro-Partei "Alternative für Deutschland" ist weiter im Aufwind: Laut einer Umfrage würden die Eurokritiker aktuell die Fünfprozenthürde überspringen. SPD-Kandidat Steinbrück könnte seine Kanzlerambitionen dann wohl begraben. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/alternative-fuer-deutschland-erreicht-laut-umfrage-fuenf-prozent-a-895875.html
Just eben habe ich eine aktuelle Leserumfrage von BILD gelesen. Fragestellung: Sind Sie für oder gegen den Euro ? Das Ergebnis von immerhin 45.794 Teilnehmern ist schockierend. 75 % der Teilnehmer haben gegen den Euro gestimmt. 25 % der Teilnehmer haben für den Euro gestimmt. In einem deutschen Magazin hatten am 20.04.2013 schon 1/3 der Leser gepostet, dass sie sich vorstellen können, am 22.09.2013 die AfD zu wählen. Man muss kein Prophet sein, um der AfD bei der BT-Wahl 2013 ein Potenzial von +/- 14 % zuzutrauen. Solche Chancen hätte übrigens auch zu den besten Zeiten eine zu gründende Partei von und mit Dr. Thilo Sarrazin gehabt. Woran man sieht, wie groß das Potenzial der Unzufriedenen in Deutschland ist. Das kann am 22.09. zu erheblichen Verwerfungen führen. Die sich die staatstragenden Parteien aber selbst zuzuschreiben haben.
2. optional
mikey512 22.04.2013
Ich finde den negativen Sprachgebrauch "Populisten" im Zusammenhang mit der Berichterstattung (auch in anderen Medien) recht interessant; populus - das Volk? Wo ist das Problem? Mir reicht es langsam, würde die Presse freundlicherweise mal endlich objektiv berichten und nicht nur aufgrund PC ständig das "Fähnchen" in den Wind hängen? Wovor habt Ihr Angst? Vor Demokratie ???
3. Euro-Fanatiker
abumachuf 22.04.2013
Während immer mehr Wähler merken, wie der Euro die Zukunft und den Wohlstand der Deutschen bedroht, harren wenigstens die Spiegel-Redakteure weiterhin im Euro-Wahn aus. Aber auch sie werden einmal bemerken, dass man jede Mark nur einmal ausgeben kann, entweder kann man Geld für Schulen und Infrastruktur ausgeben, oder man kann die Schulden der reichen Rotweinstaaten bezahlen. Was ist das, wenn arme Deutsche für reiche Südeuropäer bezahlen sollen? Euro-Populismus? Aber für welches Volk? Das der Eurobürokraten und der Politokratie?
4. dazu fällt mir
Spessartplato 22.04.2013
Zitat von nik100943Just eben habe ich eine aktuelle Leserumfrage von BILD gelesen. Fragestellung: Sind Sie für oder gegen den Euro ? Das Ergebnis von immerhin 45.794 Teilnehmern ist schockierend. 75 % der Teilnehmer haben gegen den Euro gestimmt. 25 % der Teilnehmer haben für den Euro gestimmt. In einem deutschen Magazin hatten am 20.04.2013 schon 1/3 der Leser gepostet, dass sie sich vorstellen können, am 22.09.2013 die AfD zu wählen. Man muss kein Prophet sein, um der AfD bei der BT-Wahl 2013 ein Potenzial von +/- 14 % zuzutrauen. Solche Chancen hätte übrigens auch zu den besten Zeiten eine zu gründende Partei von und mit Dr. Thilo Sarrazin gehabt. Woran man sieht, wie groß das Potenzial der Unzufriedenen in Deutschland ist. Das kann am 22.09. zu erheblichen Verwerfungen führen. Die sich die staatstragenden Parteien aber selbst zuzuschreiben haben.
ein Zitat von G.F.Lichtenberg ein: "Ich weiß nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird-es muß aber anders werden, wenn es besser werden soll." Block1 und Block 2 sind nur noch peinlich. Viele politisch Informierte vertrauen zwischenzeitlich auf die AFD-Springer-Leser und System-Fernseh-Gucker wählen natürlich weiter die, die ihnen die Hosen ausziehen. Merkel wird wahrscheinlich nicht sehr alt, hat sie doch kurz vor Weihnachten unvorsichtigerweise geäußert: "Den Euro gibt es, solange ich lebe!!!" Doch das Sterbglöckchen, frei nach H.Heine läutet schon...
5. Das wundert mich nicht!
Nur_Meine_Meinung 22.04.2013
Zitat von sysopDPADie Anti-Euro-Partei "Alternative für Deutschland" ist weiter im Aufwind: Laut einer Umfrage würden die Eurokritiker aktuell die Fünfprozenthürde überspringen. SPD-Kandidat Steinbrück könnte seine Kanzlerambitionen dann wohl begraben. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/alternative-fuer-deutschland-erreicht-laut-umfrage-fuenf-prozent-a-895875.html
Die Ursache der Probleme werden von den "Professoren" exakt analysiert. Dieses wird auch von der Konkurrenz bestätigt. Guckst Du hier: ZDF.de - Startseite - ZDF.de (http://www.zdf.de/ZDFmediathek/kanaluebersicht/aktuellste/1074276#/beitrag/video/1885404/Euro-oder-D-Mark:-Brauchen-wir-die-AfD?) Der Vorwurf, daß keine Blaupause für die Lösung existiert geht in´s Leere, da die aktuellen Akteure "auf Sicht" fahren. Die AfD zeigt wenigstens vernünftige Lösungsansätze auf, ein fehlgeschlagenes Experiment kontrolliert abzuwickeln statt eines unkontrollierten Zusammenbruchs.
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