"Alternative für Deutschland" Umfrage sieht Euro-Kritiker im Bundestag

Vorstandstrio der "Alternative für Deutschland": Der Union Stimmen abgejagt
Foto: Marc Tirl/ dpaHamburg - Die erst kürzlich gegründete Anti-Euro-Partei "Alternative für Deutschland" (AfD) hat erstmals in einer Umfrage fünf Prozent erreicht und würde damit ins Parlament einziehen. In der am Montag vorab veröffentlichten Erhebung des Insa-Instituts für die "Bild"-Zeitung verbesserte sich der politische Newcomer im Vergleich zur Vorwoche um zwei Prozentpunkte.
Offenbar jagen die Euro-Populisten vor allem der Union Wähler ab: In der sogenannten Sonntagfrage für eine Bundestagswahl verlor die CDU/CSU einen Punkt und kam auf 38 Prozent. Ihr Koalitionspartner FDP erreichte wie in der letzten Umfrage fünf Prozent und schneidet damit gleich stark wie die AfD ab. Keine Veränderungen gab es bei SPD, Grünen und Linkspartei. Während die Grünen mit 15 Prozent ein Rekordergebnis einfahren würden, würden die Sozialdemokraten mit 26 Prozent und die Linkspartei mit 6 Prozent eher schwach abschneiden.
Die Bildung einer Regierung würde der Erfolg der AfD deutlich erschweren: Weder Schwarz-Gelb noch Rot-Grün hätten eine Mehrheit im Bundestag. Nicht einmal die von Politikern der Linkspartei angebotene Zusammenarbeit würde Rot-Grün dann noch eine Mehrheit sichern. Damit wäre auch keine Koalition möglich, in der die SPD als stärkste Kraft ihren Spitzenkandidaten Steinbrück zum Kanzler wählen könnte.