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"Forbes"-Ranking Trump ist nur der zweitmächtigste Mensch der Welt

Das US-Magazin "Forbes" hat die 74 mächtigsten Menschen der Welt gekürt. Angela Merkel rutscht auf Platz drei hinter Donald Trump. Barack Obama kommt bloß noch auf Rang 48.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Russlands Präsident Wladimir Putin ist für "Forbes" der mächtigste Mensch der Welt. Der 64-Jährige führt die Rangliste damit das vierte Jahr in Folge an, wie das US-Magazin mitteilte. Hinter Putin folgt der designierte US-Präsident Donald Trump.

Auf den ersten 20 Plätzen der Rangliste stehen nur drei Frauen: Bundeskanzlerin Angela Merkel kommt auf Platz drei, auf Platz sechs sieht "Forbes" die US-Notenbankchefin Janet Yellen, und die britische Premierministerin Theresa May belegt den 13. Rang. Sie ist zum ersten Mal im Machtranking aufgelistet.

Auch zahlreiche Unternehmer stehen auf der Liste, darunter Microsoft-Mitbegründer Bill Gates (Rang sieben), Google-Mitgründer Larry Page (Rang acht), Facebook-Gründer Mark Zuckerberg (Rang zehn ), Amazon-Chef Jeff Bezos (Rang 14) und Investorenlegende Warren Buffett (Rang 15).

Das Magazin hatte eigenen Angaben zufolge  Hunderte Kandidaten berücksichtigt. Anhand von vier Kategorien seien dann die Listenplätze vergeben worden:

  • Zunächst hätten sich die Verantwortlichen gefragt, ob ein Kandidat Macht über sehr viele Menschen habe. Papst Franziskus (Rang fünf) beispielsweise sei der spirituelle Anführer von mehr als einer Milliarde Katholiken.
  • In einem zweiten Schritt gehe es dann um die finanziellen Ressourcen, beispielsweise das Privatvermögen (Bill Gates, Rang sieben) oder den Zugriff auf Ölreserven (Saudi-Arabiens König, Rang 16).
  • Anschließend sei es um die Frage gegangen, ob der Kandidat in vielen unterschiedlichen Bereichen Macht ausübe. Elon Musk (Rang 21) beispielsweise habe durch seine Firma Tesla Einfluss in der Automobilbranche, mit SpaceX zudem in der Luftfahrtbranche.
  • Zuletzt gehe es darum, ob die Auserwählten ihre Macht auch aktiv ausüben. Nordkoreas Diktator Kim Jong Un (Rang 43) zum Beispiel habe nahezu vollständige Kontrolle über die 25 Millionen Menschen im Land und sei bekannt dafür, Dissidenten schon mal mit dem Tod zu bestrafen.
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Aufgrund all dieser Kriterien landet Putin nun also erneut auf Platz eins. "Von seinem Heimatland über Syrien bis hin zu den US-Präsidentschaftswahlen - Russlands Führer bekommt auch weiterhin alles, was er will", schreibt das Magazin zur Begründung. Der zweitplatzierte Trump habe eine scheinbare Immunität gegenüber Skandalen, beide Kammern des Senats auf seiner Seite und zudem ein Milliardenvermögen.

Trump wird am 20. Januar die Amtsgeschäfte von Barack Obama übernehmen - der noch amtierende US-Präsident landete beim aktuellen "Forbes"-Ranking auf Platz 48. Im Vorjahr war er noch auf dem dritten Platz. Dort sieht das Magazin nun aber Merkel, für sie ist das ein Abrutschen um einen Platz im Vergleich zum Vorjahr. Sie sei Deutschlands Kanzlerin, schreibt "Forbes", und "das Rückgrat der Europäischen Union".

aar/AFP